Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Kirgisistan startet 39 Nachbarschafts-Informationszentren im Land, um das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19- und die Impfung dagegen zu schärfen. Die Zentren werden von 390 geschulten Freiwilligen geführt und wollen vor allem älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen und Migranten helfen. Gleichzeitig wird gefährdeten Menschen während der Pandemie der Zugang zu wichtigen sozialen Diensten ermöglicht.

Mangelnde Informationen zur Impfung und Gerüchte darüber

„Mangelndes Verständnis für die entscheidende Notwendigkeit, Präventionsmaßnahmen einzuhalten, hat zur Ausbreitung von COVID-19 in Kirgisistan beigetragen“, sagte Igor Litvinov, Landesdirektor von ADRA in Kirgisistan. „Was die Impfung anbetrifft, gibt es zwei gegensätzliche Ansichten: Einige wollen den COVID-19-Impfstoff erhalten, wissen aber nicht, wie sie ihn bekommen können, während andere falsche Gerüchte über den Impfstoff glauben und ihn komplett ablehnen. Gleichzeitig leiden die Menschen wegen der Pandemie unter Einkommensverlusten, hohen Verbraucherpreisen, eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bedrohung durch häusliche Gewalt und anderen Schwierigkeiten, kennen aber keine Dienste, die ihnen in ihrer Situation helfen können.“

ADRA nutzt traditionelles, kulturadaptiertes Modell im Kampf gegen COVID-19

ADRA will die Problematik mit einem Modell angehen, welches das Hilfswerk in Kirgisistan seit fast zwei Jahrzehnten für andere Projekte erfolgreich einsetzt. Zehn bis zwölf respektierte, verantwortungsbewusste Personen werden in jeder Siedlung oder Kommune ausgewählt, um eine „Selbsthilfegruppe“ zu bilden. Diese werden geschult und mit Informationen versorgt, die sie in der Kommune über COVID-19-Prävention, Impfungen, medizinische Versorgung, psychosoziale Unterstützung, Rechtsbeistand und Sozialleistungen weitergeben können. Jede Gruppe wird ein öffentliches Beratungs- und Informationszentrum im Haus eines Gruppenmitglieds oder in einem Gebäude der Gemeindeverwaltung eröffnen, wo sich die Öffentlichkeit mit den Freiwilligen treffen kann, um vertrauenswürdige Informationen zu erhalten.

„In diesem Land suchen die Menschen traditionell nach einer vertrauten, kompetenten Person, wie z.B. einem Verwandten oder Nachbarn, der ihnen sagen kann, welche öffentlichen Dienstleistungen verfügbar sind und was zu tun ist, um sie zu nutzen“, sagte Litvinov. „Die Mitglieder von Selbsthilfegruppen sind solche Menschen, gut informiert und immer bereit zu helfen.“

Infizierungen mit COVID-19 nehmen seit Juni stetig zu

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Kirgisistan steigt seit Anfang Juni und steht Mitte Juli bei täglich rund 1.300 neuen Fällen. Das lasse eine weitere tödliche Krankheitswelle befürchten, wie sie das Land während des „Schwarzen Juli“ im vergangenen Jahr erlebt habe, heißt es in der Meldung von ADRA.

ADRA Kirgisistan hat im Jahr 2020 Hygienematerial und Lebensmittel verteilt

Nach Angaben von ADRA-Mitarbeitern verteilten ADRA-Freiwillige im Jahr 2020 1.280 Lebensmittelpakete und 1.280 Hygienepakete an ältere Erwachsene, die während der Abriegelung des Landes in ihren Häusern isoliert waren. ADRA sammelte auch Geld, um drei Sauerstoffkonzentratoren, Masken, Schutzoveralls und Handschuhe an drei Krankenhäuser zu spenden, zwei in Bischkek und eines in einer ländlichen Gegend.

Über ADRA

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation (International Nongovernmental Organization) und steht der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es bildet ein weltweit föderativ organisiertes Netzwerk mit über 130 nationalen Büros, die partnerschaftlich daran arbeiten, dass Armut und Benachteiligung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.

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