Die letzten Monate wurde in den Praxen gegen Covid 19 geimpft und dafür viel in Kauf genommen aber auch viele Menschen erreicht und geimpft. Alle Beteiligten gingen an ihre Belastungsgrenzen. Trotzdem entstand eine besondere Vertrauensatmosphäre zu den Impfwilligen. Jetzt, wo Klarheit und Ruhe auf dem Gipfel der Vierten Coronawelle dringend nötig wäre, fällt dem BMG ein, dass noch viele Millionen gelagerte Restdosen vom Impfstoff Moderna nah am Verfallsdatum liegen. Nun sollen diese rasch verimpft werden.

Die Praxen dienen hier als Resterampe, ohne zu berücksichtigen, dass es in kleinen Praxen logistisch viel schwieriger ist, Moderna zu verimpfen als Biontec: Beide Impfstoffe sind mRNA Impfstoffe, aber ein Mehrdosengefäß Moderna enthält 20 Impfdosen das von Biontec 6 Impfdosen. Es ist im Praxisbetrieb nicht möglich immer 20 Dosen koordiniert zu terminieren und den Verfall gering zu halten. Dies zu Übersehen ist bürokratische Blindheit.

Das Schlimme ist, dass umgekehrt nun die Impfzentren, die viele Dosen gleichzeitig koordinieren können, nun vermehrt auf Biotech setzen sollen. Verkehrte Welt, genau umgekehrt muss es sein!

Die Praxen schon ab dem 22. November auf nur 30 Biontechimpfdosen zu beschränken, bei schon Wochen im Voraus vergebenen hunderten Impfterminen, ist eine Frechheit, denn die Patienten werden auf den Impfstoff Biotech bestehen, der versprochen wurde, den sie kennen und erwarten.

Die vielen Diskussionen, Anrufe, Erklärungen und erneute Umplanungen, warum jetzt nun wieder ein neuer Impfstoff in die Praxen kommt, der vorher keine große Rolle im ambulanten Impfgeschehen gespielt hat, sind absolut kontraproduktiv und in der Praxis nicht zu leisten. Die medizinischen Fachangestellten in den Praxen haben bislang alles gegeben und können nicht noch weiter überfordert werden.

Warum wurde das nicht gleich besser gemacht? Es ist ein weiter Meilenstein des schlechten Pandemiemanagements des BMG. Völlig losgelöst von der Wirklichkeit, aus dem Elfenbeinturm des BMG. Das ist ein grobes Foul im Impffinale.

Die rote Karte mit Platzverweis wurde bereits zur Bundestagswahl am 26.09.21 gezogen.

Wenn die Impfkampagne Erfolg haben soll, benötigen wir in den Praxen Kontinuität und keine tägliche Überraschungen, die monatelange Arbeit über den Haufen werfen. Einen Tag sollten die BMG Verantwortlichen ab dem 22.11. mal am Telefon einer Hausarztpraxis sitzen und sich dann den Ärger anhören, den sie durch falsche, wirklichkeitsfremde Logistik und Zuteilung wieder angerichtet haben. Sie hielten es wohl nicht mal den Vormittag aus.

Die Impfwilligen können nicht so in die Irre geführt werden.

Der Vertrauensverlust in die Gesundheitsversorgung ist ein weiterer Kollateralschaden und stärkt die Impfzögerer. Der mRNA Impfstoff Moderna gehört in die Zentren und Biotech in die Praxen. Nur so kann Logistik und Praktikabilität zu positiven Ergebnissen führen. Sonst kann der Impfturbo nicht zünden! So bekommen wir die Pandemie nicht in den Griff.

 

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