Mitte Februar hatte das Umweltbundesamt (UBA) die Empfehlung geäußert, auf das Heizen mit Holz zu verzichten. Anlass war die Vorstellung aktueller Daten zur Luftqualität durch das UBA. Fast ein Dutzend Verbände aus der Wald- und Holzwirtschaft sowie der Holzenergie kritisieren in einem offenen Brief an das UBA diese Empfehlung. „Vor dem Hintergrund der Energiewende ist diese Empfehlung kontraproduktiv“, sagte Dr. Irene Seling, Hauptgeschäftsführerin der AGDW – Die Waldeigentümer, „darüber hinaus ignoriert sie den neuesten Stand der Technik bei den Holzheizungen, die Emissionsreduktionen von bis zu 90 Prozent ermöglichen“.

Auch die AGDW fordert das UBA zu einer differenzierten Kommunikation bei der energetischen Holznutzung auf, um die Energiewende nicht zu gefährden. 

Die Verbände machen in ihrem Schreiben deutlich, dass die Erhöhung der erneuerbaren Wärme von aktuell 16 auf 50 Prozent im Jahr 2030 nur durch den Einsatz von Holzenergie erreicht werden kann. Denn Holz liefert auf unterschiedliche Art rund zwei Drittel der Wärme aus den erneuerbaren Energien. „Holz ist eine wichtige Säule für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich“, sagte die Hauptgeschäftsführerin, „das Umweltbundesamt darf diesen Beitrag mit seinen jüngsten Äußerungen nicht gefährden“.

Sie machte deutlich, dass diese Äußerungen zu Verunsicherungen nicht nur bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, sondern auch in der gesamten Wertschöpfungskette vom Waldbesitz bis zum Anlagenbau geführt haben. Seling: „Die Energiewende ist eine Mammutaufgabe, die von allen Beteiligten gemeinsam gelöst werden muss.“

Die Hauptgeschäftsführerin betonte, dass in den Wäldern insbesondere vor dem Hintergrund des notwendigen Waldumbaus im Zuge der Klimaerwärmung ausreichend Restholz zur Verfügung steht, das für den Wärmebereich eingesetzt werden kann. Ein weiteres Pfund ist die dezentrale Verfügbarkeit: Dieses Holz muss nicht über weite Strecken transportiert werden. „Holzenergie aus geringwertigen Nebenprodukten ist nachhaltig, sie unterstützt als wichtige Brückentechnologie den schnelleren Ausstieg aus den fossilen Energien. Gerade mit Blick auf die aktuelle politische Entwicklung ist eine dezentrale Energieversorgung unabdingbar, um die Abhängigkeit von Drittstaaten zu verringern", so Seling.  

Den Brief der Verbände finden Sie im Anhang.

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