Die Team-WM 2022 im Tischtennis ist gerade im chinesischen Chengdu zu Ende gegangen, da steht schon die nächste Weltmeisterschaft an, bei der Tischtennis gespielt wird.

Die 165 Sportlerinnen und Sportler, die von gestern an bis zum 16. Oktober 2022 im Mate Parlov Sports Center in Pula, Kroatien zusammenkommen, spielen auch Tischtennis.

Allerdings nutzen sie die schnelle Ballsportart auch als Teil ihrer physikalischen Therapie, denn sie alle leiden an der neurodegenerativen Erkrankung Morbus Parkinson.

Tischtennis hilft – und das ist kein Bauchgefühl.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bei dieser WM ist der lebende Beweis dafür, dass Tischtennis hilft, die Symptomatik bei Parkinson zu verbessern. Beim Spielen wird das Gleichgewicht trainiert, die Reaktionsfähigkeit gesteigert und die Augen-Hand-Koordination verbessert. Manche sind an der Platte nahezu symptomfrei. Die geforderte Konzentration auf den schnellen Ball und die Bewegungsabläufe lassen einem keine Zeit, über Parkinson nachzudenken.

Als bei Nenad Bach, einem kroatisch-amerikanischen Musiker, Parkinson diagnostiziert wurde, begann er regelmäßig Tischtennis zu spielen. Nach sechs Monaten bemerkte er eine Verbesserung seiner Parkinson-Symptome, die sogar so weit ging, dass er wieder Instrumente spielen konnte.

Nenad gründete 2017 PingPongParkinson USA. Im Oktober 2019 fanden in Pleasantville die von Bach initiierten ersten ITTF-Parkinson-Tischtennis-Weltmeisterschaften mit 61 Teilnehmern statt. Im letzten Jahr in Berlin waren es schon 130.

Das aktuelle Zahlenwerk der dritten PingPongParkinson® Weltmeisterschaft zeigt, wo die Entwicklung
hingeht:

● 165 Teilnehmer, davon 107 Männer und 58 Frauen

● 5 Wettbewerbe mit je 3 Klassen: Herren Einzel, Herren Doppel, Damen Einzel, Damen Doppel und     Mixed

● 20 Nationen nehmen teil:
USA, Deutschland, Brasilien, Dänemark, England, Frankreich, Israel, Japan, Kroatien, Malta,
Österreich, Polen, Portugal, Schottland, Schweden, Schweiz, Slowenien, Spanien und die
Tschechische Republik.

Die Deutsche Mannschaft besteht aus aktiven Mitgliedern des Vereins -PingPongParkinson Deutschland e.V.. Das Team ist das zahlenmäßig größte bei dieser WM:

● 52 Spieler, davon 39 Männer und 13 Frauen
● 7 Coaches
● 4 Betreuer
● 1 Physiotherapeut
● 1 Ernährungsberaterin

Für die meisten Teilnehmer ist es allerdings viel wichtiger, dabei zu sein als zu siegen.
Sie genießen das Come Together und den internationalen Austausch mit Personen, die die selben Probleme haben wie jeder Einzelne selbst. Hier hört man immer wieder das Wort Familie, denn so fühlt es sich für alle an, die sich untereinander liebevoll “Parkis” nennen.

Gestern um 15 Uhr startete die Eröffnungsfeier im römischen Amphitheater Pula, bevor dann ab 17 Uhr die Gruppenspiele im Mixed Wettbewerb ausgetragen werden. Der weitere Zeitplan und die Setzlisten sind auf deroffiziellen Homepage .

Über Parkinson Journal

Das Parkinson Journal, vor drei Jahren als Blog des selbst an Parkinson erkrankten Jürgen Zender ins Leben gerufen, ist mittlerweile eine einzigartige Sammlung von Informationen und Tools rund um das Thema Morbus Parkinson geworden. Seine zahlreichen Beiträge (Texte, Videos, Ratgeber, Verzeichnisse oder Podcasts ), geschrieben oder produziert von namhaften Autoren oder Betroffenen selbst, sind über die Jahre zum Wegbegleiter vieler Betroffener, Angehöriger und Ratsuchender geworden. Wenn der Trend so bleibt, wie er sich bereits heute abzeichnet, werden das Parkinson Journal in diesem Jahr erstmals über 200.000 Seitenaufrufe erleben und auf Instagram die 7.000 Follower Marke überschreiten.

Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 10 % der Parkinson-Kranken in Selbsthilfegruppen organisiert sind oder zumindest gelegentlich deren Angebote nutzen.

Das sind 40.000 von 400.000 Erkrankten. Es ist eines unserer Ziele, diese Zahl dauerhaft und stetig zu erhöhen, denn der Austausch mit „Leidensgenossen“, das reichhaltige Informationsangebot, die neu entstehenden Freundschaften, Sportarten, die man plötzlich (wieder) für sich entdeckt, die selbstgewählte Isolation, die man verlässt … all das sind gute Gründe, sich einer der zahlreichen Selbsthilfegruppen anzuschließen. Neben Beiträgen aus und über die Szene hilft uns dabei maßgeblich unser Verzeichnis der Parkinson-Selbsthilfegruppen und der Parkinson-Event-Kalender.

Für alle anderen, die noch nicht bereit sind, sich zu öffnen, wollen wir weiterhin ein Fenster zur Parkinson-Welt sein, deren Bewohner sie ohne eigenes Zutun geworden sind, und sie mit Wertschätzung und mit Herz und Verstand informieren.

Das zweite Ziel, das uns sehr am Herzen liegt, ist das Bewusstsein für Bewegung als eine der wenigen erfolgversprechenden, nicht medikamentösen Therapien zu schärfen. Immer mehr Studien zeigen, dass Sportarten wie Tischtennis, Nordic Walking, selbst Boxen einen positiven Einfluß auf die Symptomatik und Progredienz der bisher unheilbaren Krankheit haben.

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