Mit ihrem Green Deal hat sich die Europäische Kommission nicht nur verstärkten Klimaschutz, sondern auch Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft auf die Fahnen geschrieben. Zu den Plänen gehört der Verordnungsentwurf über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR). Die neue Verordnung muss dem nachhaltigen Wirtschaften mit nachwachsenden Rohstoffen gerecht werden, wie der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten Exportverpackung (HPE) anlässlich des Weltrecycling-Tages am 18. März betont.

Bad Honnef. Verpackungen sind für unsere Wirtschaftskreisläufe ein Schmierstoff: Sie sorgen für Schutz und Sicherheit von Produkten, vom Transport bis zur Nutzung. Naturgemäß geht die Herstellung von Verpackungen mit Rohstoffbedarf einher. Um bei wachsender Wirtschaft und Bevölkerung unseren Verbrauch an Materialien und Ressourcen einzudämmen, sind daher eine verlängerte Nutzung von Produkten und Verpackungen ebenso wie verstärktes Recycling ein zentrales Ziel in Politik und Gesellschaft. Dieses Ziel verfolgt auch die EU-Kommission mit ihrem PPWR-Entwurf und seinen Recycling-Zielvorgaben für Verpackungsmaterialien. Auch Holzverpackungen wurden in den Entwurf aufgenommen. „Als wichtige Branche der Verpackungswirtschaft und der Holzindustrie stellen wir uns wachsenden Erwartungen aus Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig muss die EU- und nationale Gesetzgebung den besonderen Eigenschaften und Qualitäten von Holzverpackungen gerecht werden“, erklärt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner.

Geringe Emissionen bei der Produktion und Speicherleistung
„Zentraler Pluspunkt der Holzverpackungen: Sie stammen aus Biomasse, die klimaschädliches Kohlendioxid während ihres Wachstums bindet. Verpackungen aus Holz sind daher in natürliche Kreisläufe eingebunden. Beispielsweise bindet eine Palette aus Holz etwa 30 kg CO2-Äquivalente, welches der Baum, aus dem sie stammt, aufgenommen hat“, betont Kirschner. Bei einer angenommenen Menge von 3 bis 4 Milliarden Paletten, die in der EU stets im Umlauf sind, entspricht dies rund 100 Mio. t CO2-Äq., welche allein durch Paletten gespeichert sind. Neben dem Speichereffekt gilt es auch die gute CO2-Bilanz bei der Produktion von Holzverpackungen zu berücksichtigen. Einmal hergestellt können Holzverpackungen bis ans Ende ihres Lebens in einer Nutzungskaskade mit mehrfacher Wiederverwendung auch stofflich wiederverwertet werden. Sie erleben eine Wiedergeburt als Spanplatten für Möbel, den Baubereich oder auch wieder in Paletten als Palettenklötze. „Mit diesen Eigenschaften bietet Holz als Verpackungsmaterial klare Umweltvorteile“, hebt Kirschner hervor.

Langes Leben für Holzverpackungen durch hohe Standards
Gleichzeitig gilt: Durch die nachhaltige Forstwirtschaft im deutschen Wald ist zwar eine unerschöpfliche, weil nachwachsende Rohstoffquelle sicher, dennoch ist eine möglichst lange Nutzung der Holzverpackungen anzustreben. Beispielsweise können Paletten je nach Nutzungsintensität und Einsatzgebiet viele Male verwendet werden. „Für maßgeschneiderte Paletten bieten die Vorgaben des Standards HPE CERTIFIED PALLETS hohe Anforderungen. Diese Standards erfassen zum Beispiel die Qualität der Paletten-Klötze ebenso wie die Deckbretter, auf denen das Gewicht der Produkte ruht“, erläutert Kirschner und unterstreicht: „Für den von der EU-Kommission auf der Wiederverwendung von Verpackungen, den „Re-Use“ gelegten Fokus, sind wir daher gut aufgestellt. Der Stellenwert dieser Wiederverwendung sollte in der anstehenden EU-Gesetzgebung allerdings noch stärker betont werden“, so Kirschner.

Auch die Reparatur während des Transports beschädigter Paletten rückt im Sinne des Recycling-Gedankens immer stärker ins politische Interesse. Der Austausch von beschädigten Paletten-Klötzen ebenso wie von Deckbrettern ist problemlos möglich, um Paletten ein weiteres Leben und viele neue Umläufe in der Wirtschaft zu bescheren. Auch Kabel- und Seiltrommeln werden immer wieder repariert und wiederverwendet. „Das Design vieler Holzverpackungen zielt auf materialschonende Erneuerungen“, unterstreicht Kirschner. Gleichzeitig arbeite die Branche laufend an Weiterentwicklungen im Sinne einer möglichst nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. „Wenn die PPWR künftig Recyclingquoten auch für Holzverpackungen bringt, so müssen diese die Umweltvorteile von Holz widerspiegeln“, fordert Kirschner.

Verpackungen aus Holz begleiten uns im Alltag ebenso wie bei besonderen Anlässen: So dienen Paletten aus Holz für Industrieprodukte ebenso wie für Lebensmittelkartons als stabiler Untersatz.  Mit Kabel- und Seiltrommeln werden Bau- oder Infrastrukturprojekte sicher abgewickelt. Und schließlich dienen Kisten aus Holz als maßgeschneiderte Lösung zum Schutz und Transport von Produkten in Handwerk, Industrie und Gewerbe. „Der Welt-Recycling-Tag ist für uns Ansporn, den nachhaltigen Rohstoff Holz stets möglichst effizient zu nutzen und seine Vorteile für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft herauszustellen. Wenn mit der PPWR Nachhaltigkeit künftig zu einem Kriterium am Markt wird, begrüßen wir das. Wir stellen uns wie bisher dem Wettbewerb mit anderen Verpackungsmaterialien, die Spielregeln müssen aber fair sein“, betont Kirschner.

Über den Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industrie- und Wirtschaftszweige e.V.

Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern.

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