Heute hat die Europäische Kommission einen Gesetzentwurf zur Einführung des Digitalen Euro vorgestellt. Nach Ansicht von Giesecke+Devrient (G+D) ergreift die EU mit diesem Vorschlag die Chance, eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung zu übernehmen. Jetzt kommt es darauf an, die zahlreichen praktischen Anwendungsmöglichkeiten der digitalen Währung auszuloten und ihre Relevanz im Alltag aufzuzeigen. 

Der heutige Gesetzentwurf der EU-Kommission sieht vor, dass der Digitale Euro ein gesetzliches Zahlungsmittel wird, das Bargeld ergänzt und für den Einzelhandel genutzt werden kann. Zudem soll er sich online und offline einsetzen lassen und nicht programmierbar sein. Zusammengefasst will die EU für die digitale Bezahlwelt von morgen ein öffentliches, digitales Zentralbankgeld schaffen, das nahezu alle Eigenschaften von Bargeld besitzt. Das heute einzig existierende Zentralbankgeld in der Eurozone ist Bargeld.

Der Münchner Sicherheitstechnologieanbieter G+D begrüßt den Gesetzentwurf der Europäischen Kommission. „Mit ihrem Vorschlag ergreift die EU die Chance, eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung zu spielen“, erklärt Dr. Ralf Wintergerst, Vorsitzender der Geschäftsführung von G+D. „Unser gemeinsamer Wirtschaftsraum hat bei digitalen Innovationen oft das Nachsehen. Der Digitale Euro gibt uns die Möglichkeit, die Grundlage für zahlreiche Innovationen in Europa zu schaffen und die Bürger weiter in die digitale Ökonomie mitzunehmen.“

Der Vorschlag der EU-Kommission geht nun in die Ausschüsse des Europäischen Parlaments und dürfte die bisherige gesellschaftliche Debatte über den Digitalen Euro weiter intensivieren. „Bedenken zu äußern, ist berechtigt, und sie müssen in der nun folgenden parlamentarischen und gesellschaftlichen Debatte weiter intensiv diskutiert werden, da es um ein Vorhaben mit großer Reichweite geht“, so Wintergerst. „Wir sollten aber ab jetzt auch viel stärker darüber sprechen, wie der Digitale Euro praktisch aussehen und im Alltag angewendet werden kann“, ergänzt Wintergerst. 

Laut dem Vorschlag der Kommission hätten Bürger ihre Konten bei Privatbanken, nicht der EZB. Wer kein neues Konto anlegen möchte, könnte den Euro über öffentliche Stellen wie die Post beziehen. Bürger sollen den Digitalen Euro über eine European Digital Identity Wallet verwenden können. Anbietern der neuen Zentralbankwährung wie Banken steht es aber auch frei, weitere technische Lösungen zu entwickeln. Die Privatsphäre der Nutzer soll geschützt bleiben. Die EZB würde die Ausgabe des Digitalen Euro pro Bürger zunächst limitieren. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der Digitale Euro auch außerhalb der Eurozone Anwendung finden. 

Ende des Jahres wird die EZB entscheiden, ob der Digitale Euro zwei bis drei Jahre lang getestet werden soll. Danach fällt die Entscheidung über die offizielle Einführung.

Über die Giesecke+Devrient GmbH

Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als verlässlicher Partner für internationale Kunden mit höchsten Ansprüchen sichert G+D mit seinen Lösungen die essenziellen Werte dieser Welt. Dabei entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Technologie mit Leidenschaft und Präzision in vier Kernfeldern: Bezahlen, Konnektivität, Identitäten und Digitale Infrastrukturen.

G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete das Unternehmen mit mehr als 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,53 Milliarden Euro. G+D ist mit 103 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 33 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com.

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