Die Überlebensaussichten für Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs sind in den letzten Jahren immens angestiegen: Während die Wahrscheinlichkeit, die nächsten fünf Jahre nach der Diagnose zu überleben, vor 10-13 Jahren für die betroffenen Patienten noch bei nur 10-15 Prozent lag, beträgt sie heutzutage 40-50 Prozent. Grund ist, dass die Behandlungsmöglichkeiten bei Lungenkrebs sich enorm verbessert haben.

Kommunikation zwischen Tumor- und Immunzellen wird blockiert

Dazu beigetragen hat insbesondere die Entwicklung der Immuntherapie, da sie die körpereigenen Immunzellen dazu befähigt, ihre gewohnte Aufgabe, Körperfremdes effektiv zu bekämpfen, wieder umzusetzen. Denn Lungentumoren haben bedauerlicherweise die Fähigkeit entwickelt, die körpereigenen Immunzellen dazu anzuweisen, Tumorgewebe nicht zu attackieren, obwohl es körperfremd ist. Dank der zielgerichteten Immuntherapie (die auf ganz bestimmte Mutationstypen, also genetische Eigenschaften des Tumors abgestimmt ist) wird diese Kommunikation zwischen Tumor- und Immunzellen blockiert, so dass die Immunzellen den Tumor wieder angreifen und letztendlich vernichten können. Das bedeutet, dass Tumoren selbst bei Patienten mit Lungenkarzinomen, die bereits Tochterzellen (Metastasen) gebildet haben, zunehmend besser kontrollierbar werden.

Tumoren werden besser kontrollierbar

Dies zeigt auch eine aktuelle US-Studie, bei der Immuntherapien zur Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in der Dreifachkombination (mit zwei verschiedenen Immunantikörpern – Nivolumab und Ipilimumab – plus Chemotherapie) deutlich besser abschnitten als in der Doppelkombination (mit nur einem Antikörper – Nivolumab – plus Chemotherapie). Nach der Dreifachtherapie konnten bei 50 Prozent der Patienten so gut wie keine lebensfähigen Tumorreste mehr nachgewiesen werden im Vergleich zu 32 Prozent nach der Doppeltherapie. „Eine passgenaue Immuntherapie kann nachweislich die Abwehrkraft des Immunsystems verbessern, denn es können mehr gezielt gegen den Tumor gerichtete Immunzellen gebildet werden, die ins Tumorgewebe einwandern und die Tumorzellen erfolgreich abtöten“, erläutert Dr. med. Thomas Voshaar, Vorstandsvorsitzender des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) und Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien in Moers. Gleichzeitig sinkt die Zahl der das Immunsystem unterdrückenden Zellen. Beides weist auf eine verstärkte Anti-Tumor-Reaktion hin.

„Mittlerweile steht ein ganzer Strauß an unterschiedlichen Immuntherapien zur Verfügung, die sich nach molekularpathologischer Analyse der individuellen Tumor-Zellen passgenau für bereits viele Patienten auswählen lassen. Damit haben wir eine gute Alternative zur klassischen Chemotherapie an der Hand, die ja immer ein Zellgift ist und daher auch entsprechende Nebenwirkungen hat – mit dem großen Vorteil, dass Immuntherapien besser verträglich sind als die klassischen Chemotherapien und viel erfolgreicher“, betont Dr. Voshaar.

Quelle: Nature Medicine, online seit 16.3.2023

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