Obwohl die von der Bundesregierung angekündigte Förderung für den Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybride noch gar nicht in Kraft ist, entfaltet sie nach Meinung von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) schon Wirkung. Dafür sprächen die stark gestiegenen Zulassungszahlen für Autos mit Elektroantrieben. „Die neuen Zahlen aus dem März machen wirklich Laune: Von 46.000 neu zugelassenen E-Fahrzeugen im Februar auf 70.000, das ist mehr als ordentlich“, freut sich Schneider. Für den positiven Trend könne neben gestiegenen Spritpreisen auch der in Aussicht stehende Zuschuss eine Ursache sein: „Fast jede vierte Neuzulassung war ein E-Auto. Das zeigt, dass das Förderprogramm bereits anfängt, zu wirken.“

Wie angekündigt könnten die Bürger im Mai ihre Förderanträge stellen. „Die Abstimmung in der Bundesregierung ist abgeschlossen.“ Dabei habe die Bundesregierung die soziale Staffelung der Förderung, die im Januar vorgestellt wurde, nicht verändert – trotz der Kritik etwa von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU), der die Koppelung der Prämie ans zu versteuernde Jahreseinkommen als „Klientelpolitik“ der SPD kritisiert hatte. Schneider: „Die soziale Staffelung hilft offenbar mehr Menschen beim Umstieg auf die E-Mobilität. Gerade jetzt, wo die Kraftstoffe so teuer sind, braucht es diese Prämie.“ Wer auf Änderungen bei den Fördersummen oder dem Kreis der Berechtigten gehofft hatte, bekommt vom Minister eine Absage: „Das bleibt alles so, wie im Januar angekündigt. Ich habe viel positives Feedback für die soziale Staffelung bekommen. Die Bundesregierung ist sich da einig.“

Wer die Kaufprämie beantragen will, sollte sich schon jetzt auf den Antrag vorbereiten, um keine Zeit zu verlieren. „Weil der ganze Prozess digital ist, braucht man für den Antrag zuerst ein Konto bei der BundID.“ Dies funktioniere entweder mit dem Personalausweis und der dazugehörigen PIN oder mit einem Elster-Zertifikat. „Den Brief mit der PIN haben vielleicht nicht alle sofort parat. Das kann man also jetzt schon vorbereiten.“ Auch die Unterlagen sollten digital bereitliegen: „Wenn man dann auch noch die Dokumente wie die Kindergeldbescheinigung als PDF hat, ist man bestens vorbereitet.“

Redakteur: Claudius Maintz

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