Der erste komplett in Schweden entwickelte Elektro-SUV EX60, der seit Mitte April im schwedischen Stammwerk Torslanda gebaut wird, ist für Volvo-Chef Håkan Samuelsson ein Weckruf für Europas Autoindustrie. Es sei auch weiterhin möglich, Autos in Europa zu entwickeln und zu bauen, allerdings nur dann, wenn sich viele Prozesse radikal verändern. Dabei nennt Samuelsson im Gespräch mit auto motor und sport nicht nur das Megacasting, also die Herstellung möglichst großer Bauteile durch ein Aluminium-Druckgussverfahren, sondern auch die selbst entwickelte Software. Es gehe darum, den Einfluss der Zulieferer zu reduzieren. „Der echte Gamechanger ist in meinen Augen die zentrale Computerarchitektur im EX60, mit der wir die domainbasierte Elektronik mit vielen dezentralen Steuergeräten hinter uns lassen. Das erlaubt uns, Software viel schneller zu entwickeln. Ich denke, das ist neben dem Megacasting ein Gamechanger, wie auch der direkte Einbau des Antriebsakkus ins Chassis.“

Durch das Reduzieren beispielsweise der Zahl der Zulieferer im Bereich der Elektronik könne Volvo viel schneller und günstiger arbeiten. „Bei der Elektronik geht es um Entwicklungsgeschwindigkeit. Wenn man mit vielen Zulieferern arbeitet, hat jeder seine eigene Blackbox. Wenn du eine Verbesserung willst, musst du mit denen reden, das Problem schildern und auf die Antwort warten“, erklärt Samuelsson. „Wenn du das selbst kontrollierst, redest du einfach mit dem Programmierer und bittest ihn, das zu ändern. Das passiert dann in ein paar Tagen.“

Dank solch radikaler Veränderungen sei es möglich, weiterhin Autos in Europa zu entwickeln und zu bauen. „Selbstverständlich bauen wir dieses Auto in Europa!“, betont Samuelsson. „Europa muss handeln. China hat uns klargemacht: Wenn ihr es nicht macht, machen wir es. Die einzig richtige Antwort darauf ist, eigene, zukunftsfähige Autos zu entwickeln: elektrisch, softwarebasiert und zu einem angemessenen Preis.“

Redakteure: Claudius Maintz

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