Strahlende Gesichter, abwechslungsreiche Ausflüge und viele gemeinsame Erlebnisse: Das Ferienprogramm in Schlitz bot Kindern und Jugendlichen erneut die Möglichkeit, ihre Sommerferien aktiv, kreativ und in Gemeinschaft zu verbringen.

Bereits zum zweiten Mal wurde das Programm in enger Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt des Vogelsbergkreises, vertreten durch die schulbezogene Jugendsozialarbeiterin Daniela Kraus, und der Stadt Schlitz, vertreten durch den Jugendbeauftragten Jan Hendrik Witzel, organisiert. Die große Nachfrage machte deutlich, welchen Stellenwert ein verlässliches und vielseitiges Ferienangebot für junge Menschen und ihre Familien in der Region hat.

Einige Programmpunkte standen auch Kindern und Jugendlichen aus der Nachbargemeinde Grebenau offen. Damit wurden zugleich die regionale Vernetzung und Offenheit des Ferienprogramms weiter gestärkt.

Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Helfenden Jannes Schramm und Karlotta Eurich. Mit ihrem tatkräftigen Einsatz trugen sie wesentlich zu einem reibungslosen Ablauf und einer guten Betreuung der Kinder und Jugendlichen bei.

Zum Auftakt der Ferienwochen führte der erste Ausflug in den Erlebnispark Steinau an der Straße. Dort konnten die Teilnehmer gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag verbringen und zahlreiche Attraktionen entdecken.

Am folgenden Dienstag sorgte Lena Graf mit ihrem Angebot „Tricksen mit Betsy“ für Begeisterung. Spielerisch zeigte sie, welche Kunststücke ihre Hündin Betsy beherrscht, und vermittelte den jungen Menschen zugleich viel Wissenswertes über den Umgang mit Tieren.

Am 1. Juli hieß es für zehn Jugendliche „Hoch hinaus“. Beim Besuch eines Kletterzentrums in Karben konnten sie unterschiedliche Kletterelemente ausprobieren, einen Hochseilgarten bewältigen, beim Sprung vom Turm ihren Mut unter Beweis stellen oder mit hoher Geschwindigkeit eine vertikale Rutsche hinabsausen. Anschließend blieb bei einer gemeinsamen Shoppingtour im NordWestZentrum Frankfurt noch Zeit zum Bummeln und Entdecken.

Bereits am nächsten Tag führte das Programm nach Rotenburg an der Fulda. Dort standen Bewegung, Natur und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt. Der Highwalk, eine große Murmelbahn, ein Barfußpfad und ein Spielplatz boten viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Für eine willkommene Abkühlung sorgte zum Abschluss ein Besuch des Kneippbeckens.

Der 3. Juli stand ganz im Zeichen des Bogenschießens. Unter der fachkundigen Anleitung von Matthias Zientek lernten die Kinder und Jugendlichen in Fraurombach die Grundlagen dieser Sportart kennen.

Dabei waren nicht nur Kraft und Geschicklichkeit gefragt, sondern vor allem Ruhe, Konzentration und eine genaue Körperhaltung. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Angebot in zwei Gruppen durchgeführt.

Die zweite Ferienwoche begann mit einer ausgiebigen Radtour von Schlitz nach Angersbach und zurück. Viele sportbegeisterte Kinder und Jugendliche nahmen daran teil. Nach der gemeinsamen Fahrt gab es in Angersbach als wohlverdiente Belohnung und Abkühlung ein Eis.

Auch an den folgenden Tagen standen Bewegung und sportliche Herausforderungen im Mittelpunkt. In der Boulderhalle „BlockBarock“ in Fulda konnten die Teilnehmer verschiedene Kletterrouten ausprobieren und ihre eigenen Grenzen kennenlernen.

Auf der Wasserkuppe ging es anschließend mit der Sommerrodelbahn rasant bergab. Im Kletterwald am Hoherodskopf waren erneut Mut, Geschicklichkeit und gegenseitige Unterstützung gefragt.

In der dritten Ferienwoche rückten Natur, Tiere und die heimische Vereinsarbeit stärker in den Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen besuchten den Schlitzer Geflügelzuchtverein, unternahmen eine Lamatour durch die Rhön und erhielten beim Imkerverein Schlitz spannende Einblicke in das Leben der Bienen.

Gerade die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen ist ein wichtiger Bestandteil des Ferienprogramms. Sie ermöglicht es jungen Menschen, ihre Heimat auf eine lebendige und unmittelbare Weise kennenzulernen. Gleichzeitig erfahren sie, wie viel Wissen, Zeit und persönliches Engagement die ehrenamtlich Aktiven in das gesellschaftliche Leben der Stadt einbringen.

Solche Begegnungen können neue Interessen wecken, Berührungsängste abbauen und dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche eine stärkere Verbindung zu ihrer Region und den dort tätigen Vereinen entwickeln. Sie machen sichtbar, wie wichtig Ehrenamt, Naturverbundenheit und gemeinschaftliches Miteinander für eine Stadt wie Schlitz sind.

Ein besonderer Höhepunkt des Ferienprogramms war der mittlerweile dritte inklusive Kinder- und Jugendtreff am 7. Juli in den Räumen der Integrierten Gesamtschule Schlitz.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Familienentlastenden Dienst des DRK Lauterbach und der Schülerbetreuung der Grundschule Schlitz umgesetzt. Rund 17 Kinder verbrachten dort von 8 bis 16 Uhr einen abwechslungsreichen Tag.

Bei einer Foto-Rallye mit Quizfragen und kniffligen Aufgaben waren Teamgeist, Aufmerksamkeit und Kreativität gefragt. Außerdem konnten die Kinder eigene T-Shirts gestalten, gemeinsam Pizza essen und bei zahlreichen Spielen miteinander lachen, neue Kontakte knüpfen und Gemeinschaft erleben.

Der inklusive Kinder- und Jugendtreff zeigte dabei eindrucksvoll, wie gemeinsames Erleben unabhängig von individuellen Voraussetzungen gelingen kann. Inklusion wurde nicht nur thematisiert, sondern im gemeinsamen Tun selbstverständlich gelebt.

Nach dem zweiten gemeinsam organisierten Ferienprogramm ziehen die Verantwortlichen ein durchweg positives Fazit. Die hohe Nachfrage und die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass die Kooperation zwischen dem Vogelsbergkreis und der Stadt Schlitz ein erfolgreiches Zukunftsmodell ist.

Durch die Bündelung von Erfahrungen, Ideen und Ressourcen konnte ein vielseitiges Programm entstehen, das Bewegung, Natur, Kreativität, Gemeinschaft und Inklusion miteinander verband. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen, sozialen Einrichtungen und ehrenamtlich Engagierten für eine lebendige Jugendarbeit ist.

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