Ein adventistischer Gymnasial-Lehrer in Dänemark war wegen seiner Weigerung, an seinem religiösen Ruhetag, dem Sabbat (Samstag), beim Tag der offenen Tür seines Arbeitgebers teilzunehmen, gekündigt worden. Die dänische Gleichstellungsbehörde (Ligebehandlingsnævnet) gab Ende Februar seiner Beschwerde statt und befand, dass die Schule damit gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen hat. Wie die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Südosteuropa (tedNEWS) berichtete, sorgte der Vorfall in mehreren dänischen Medien für Schlagzeilen.

„Ich bin erleichtert, dass der Fall zu unseren Gunsten entschieden wurde“, sagte Thomas Müller, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Dänemark, die den Lehrer während des gesamten Prozesses unterstützt hatte. „Dieses Urteil wird eine Ermutigung für andere Mitglieder sein, ihren Überzeugungen treu zu bleiben.“ Die Schule muss dem Lehrer nun eine Kompensation zahlen.

Lange Tradition der Religionsfreiheit in Dänemark

In Dänemark hat Religionsfreiheit eine lange Tradition. Es habe aber noch einige Unsicherheiten darüber gegeben, wie gut religiöse Minderheiten am Arbeitsplatz geschützt seien, so tedNEWS. „Dieser Fall hat deutlich gemacht, dass Arbeitgeber angemessene Vorkehrungen für die religiösen Überzeugungen und Gewohnheiten ihrer Mitarbeiter treffen müssen“, erklärte Lasse Bech, Direktor der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Adventisten in Dänemark. Laut Bech werde in Dänemark in den meisten Fällen nach einer pragmatischen Lösung gesucht, wenn die Anforderungen des Arbeitsplatzes mit der Gewissensüberzeugung eines Mitarbeiters in Konflikt geraten.

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