Mit Corona bedingter Verspätung startet jetzt in den sechs kantonalen Thurgauer Museen das Ausstellungsprojekt «Thurgauer Köpfe». Das Napoleonmuseum auf dem Arenenberg widmet sich darin unter dem Titel «Eine Kaiserin bringt Kohle» der letzten Monarchin Frankreichs, Eugénie de Montijo. Sie nutzte das Schlossgut am Bodensee nach dem Tod ihres Mannes, Kaiser Napoleon III., mehrere Jahre lang als Sommersitz. 1906 schenkte sie das Anwesen samt seinen Sammlungen dem Kanton Thurgau. Vor bald 100 Jahren, am 11. Juli 1920, starb sie.

Auf Schloss Arenenberg am Schweizer Seeufer quillen in diesem Jahr die Schatztruhen über. Ihr Inhalt erzählt die Lebensgeschichte einer der bis heute rätselhaftesten Monarchinnen ihrer Zeit: Kaiserin Eugénie de Montijo.

Geboren 1826 im spanischen Granada kam sie mit ihrer Familie auf der Flucht vor Bürgerkrieg und Cholera 1834 nach Frankreich. Sie wuchs in Paris auf, ihre Hauslehrer waren u.a. berühmte Schriftsteller wie Stendhal und Prosper Mérimée. Mit 26 Jahren heiratete sie, knapp zwei Monate nach dessen Krönung, Louis Napoléon Bonaparte, jetzt Napoleon III. Damit erlangte sie selbst den Rang der Kaiserin Frankreichs.

Nur einmal, im Jahr 1865, verbrachten die beiden gemeinsam Tage auf dem Arenenberg, wo der Kaiser als Kind und junger Mann im Exil gelebt hatte. Nach seinem Tod im englischen Exil verlebte sie ab 1873 mehrere Jahre lang die Sommermonate am Thurgauer Bodensee.

1906 stiftete Kaiserin Eugénie das Schlossgut Arenenberg mit seinen Sammlungen dem Kanton Thurgau. Damit verschenkte sie ein Millionenvermögen! Einerseits handelte es sich um die gesamte Liegenschaft, bestehend aus den Schloss- und Gutsgebäuden sowie um mehr als 14 Hektar an Ackerfeld, Wiesen, Reben, Wald, Garten und Park. Andererseits gingen mit der Schenkung unzählige Kunstgegenstände und Dinge des täglichen Gebrauchs an den Kanton über. 14 Jahre später, am 11. Juli 1920, starb sie.

Das Napoleonmuseum präsentiert in seiner Ausstellung ausgewählte Stücke aus den Privatsammlungen der Kaiserin: Schmuck, Porzellan, Prunkwaffen, Chinoiserien, Karikaturen, Tapeten, signierte Möbelstücke, aber auch Schlüsselwerke der napoleonischen Geschichte. Sie illustrieren facettenreich das Leben der immer wieder auch umstrittenen Kaiserin.

Die Ausstellung „Thurgauer Köpfe – Eine Kaiserin bringt Kohle“ ist seit dem 6. Juni geöffnet. Die Schau ist Teil der Gemeinschaftsausstellung der sechs Museen des Kantons Thurgau unter dem Titel „Thurgauer Köpfe“. www.napoleonmuseum.ch, www.museenthurgau.ch

Über Napoleonmuseum Thurgau

Schloss und Park Arenenberg mit dem 1906 gegründeten Napoleonmuseum ist das einzige deutschsprachige Museum zur napoleonischen Geschichte. Sein Forschungsgebiet reicht von der französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Zu diesem Zweck unterhält das Haus wertvolle Sammlungen verschiedener Genres sowie ein umfangreiches Archiv. Seine ca. 25’000 Bände umfassende Forschungsbibliothek wird laufend erweitert. Seit einigen Jahren unterzieht sich das Napoleonmuseum Thurgau einem Wandel. Zusätzliche Räume des ehemaligen Schlossguts Arenenberg erlauben es, aus dem bestehenden Haus ein modernes Institut zur Erforschung, Bewahrung und Präsentation der napoleonischen Geschichte zu entwickeln. Die Sammlung umfasst weltweit begehrte Ausstellungsstücke.

Mit jährlich rund 30’000 Besuchern zählt das Museum darüber hinaus zu den Anziehungspunkten des Bodenseegebietes. Regelmässige Sonderausstellungen beschäftigen sich mit Facetten der napoleonischen Geschichte am Bodensee. Der umliegende Landschaftspark ist frei zugänglich. In der «Arenenberger Gartenwelt» können Besucher eine Gartenzeitreise en miniature erleben. Der Museumsshop bietet neben Napoleonika auch regional- und landestypische Produkte an.

Aufgrund seiner Lage am internationalen Bodensee und seiner Geschichte versteht sich das Napoleonmuseum Thurgau als Mittler zwischen den Staaten. Frankreich, die Schweiz, Deutschland, Italien, England, Polen, die USA: Es gibt praktisch kein Land zu dem die Familie Bonaparte von Schloss Arenenberg aus nicht in Verbindung stand. Dieser Tradition folgend unterhält das Napoleonmuseum umfangreiche internationale Kontakte.

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