Im Vorfeld der anstehenden Koalitionsverhand-lungen hat die Forstkammer ihre Forderungen für den Wald und die Forst-wirtschaft in Baden-Württemberg veröffentlicht und allen Landtagsabge-ordneten zukommen lassen.

„Unsere Forderungen haben wir unter die Überschriften ‚Talentförderung‛, ‚Weitblick‛ und ‚Zusammenhalt‛ gestellt“, erklärt Jerg Hilt, Geschäftsführer der Forstkammer. „Die Leistungen der Waldbesitzenden für den Klima- und Naturschutz müssen fair entlohnt werden. Hierfür braucht es eine einkom-menswirksame Talentförderung.“ Zudem sei es nötig, die Forstkrisenprä-vention zu verbessern. Die neue Landesregierung müsse dabei mit Weit-blick handeln und endlich Notfallpläne für die Holzlagerung erstellen, die Förderung vereinfachen und klimaresistente Nadelbaumarten erforschen.

„Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur im engen Austausch mit den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern meistern“, so Hilt weiter. „In den nächsten Jahren müssen 38.000 Hektar neu aufgeforstet und der Wald klimafit gemacht werden. Dafür benötigen die Waldbesitzerinnen und Wald-besitzer moderne Strukturen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei freiwillige Zusammenschlüsse von Waldeigentümern, die sog. Forstbetriebsgemein-schaften. Diese Organisationsformen müssen wir unbedingt stärken.“ Zu-sammenhalt sei angesichts der andauernden Waldkrise das Gebot der Stunde, so die Forstkammer.

Zum Hintergrund: In den veröffentlichten Forderungspapieren geht die Forstkammer auf drei zentrale Themen ein, welche für die Forstwirtschaft und die Waldbesitzenden Baden-Württembergs in den nächsten fünf Jahren von herausragender Bedeutung sein werden.
1. Talentförderung. Die Waldbesitzer müssen für ihre Leistungen fair entlohnt werden. Deshalb fordert die Forstkammer:
o Die einkommenswirksame Honorierung der Gemeinwohlleis-tungen bewirtschafteter Wälder.
o Die Stärkung des kooperativen Naturschutzes durch Honorie-rung definierter Naturschutzleistungen der Waldbesitzer.

2. Weitblick. Die Waldbesitzer fordern zukunftsfähige Konzepte in der Klimakrise. Deshalb fordert die Forstkammer:
o Die Stärkung der Forstkrisenprävention, u.a. durch Notfall-pläne für Holzlogistik und Holzlagerung.
o Die Entbürokratisierung der forstlichen Förderung.
o Die Anpassung der Wälder durch aktiven Waldumbau und die Fortsetzung der Forschung, auch zu alternativen Nadelbaum-arten.
o Die Fortführung der Holzbauoffensive und der Erforschung neuer Verwendungsmöglichkeiten für Laubholz.

3. Zusammenhalt. Mit modernen Strukturen in eine erfolgreiche Zu-kunft für die Waldbesitzer und den Wald. Deshalb fordert die Forst-kammer:
o Den Ausbau der Leistungsfähigkeit der Forstbetriebsgemein-schaften durch die Förderung personeller Unterstützung des Ehrenamts.
o Die Stärkung der gemeinschaftlichen Holzverkaufsorganisati-onen, u.a. durch den Abbau von Förderhemmnissen.
o Die Unterstützung der Neugründung von Gemeinschaftswäl-dern, insbesondere in Realteilungsgebieten.
o Die Sicherstellung einer leistungsfähigen Beratung und Be-treuung für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer.

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