Mit großem Nachdruck unterstützt das deutsche PEN-Zentrum die Forderungen des polnischen PEN-Clubs an die polnische Regierung, die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstrationen im Land sofort zu stoppen. Darüber hinaus verlangt die polnische Autorenvereinigung in einer am Montag veröffentlichten Erklärung, dass die Polizeibeamten, die gewalttätig gegen Protestierende vorgegangen sind, ebenso wie ihre Vorgesetzten bestraft werden.

„Wir verfolgen die Entwicklungen in Polen mit allergrößter Sorge und sind in jeder Hinsicht solidarisch mit unseren dortigen PEN-Kolleginnen und –Kollegen, die sich vehement gegen die weitere Aushöhlung der Demokratie stemmen“, sagte der ehemalige Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragte des deutschen PEN Prof. Sascha Feuchert heute in Darmstadt. „Ich habe selbst in Polen ein Semester gelebt und studiert und fühle mich diesem großartigen Land sehr verbunden, aber ich sehe mit Erschrecken, wie die gegenwärtige polnische Regierung demokratische Prinzipien zu beseitigen versucht, die das polnische Volk sich selbst vor über 30 Jahren mutig erkämpft hat. Wir dürfen unsere polnischen Freunde jetzt nicht alleine lassen, ihr Kampf ist auch entscheidend für die gesamte Europäische Union“, ergänzte der u. a. mit der Verdienstmedaille der Universität Lodz ausgezeichnete Literaturwissenschaftler.

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Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

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